Venöse Stauung

Venöse Stauung
Venöse Stauung

Kennzeichen:

Das Bein ist in der Regel warm, das Ödem eher fest. Bei der akuten Venenthrombose erfolgt ein Druckschmerz an den Waden.


Diagnostik:

  • einseitige Stauung, die Krampfadern verursacht
  • Differentialdiagnose: Venenthrombose

Lymphödem

Lymphödem
Lymphödem

Kennzeichen:

  • Ansammlung von exzessiver Lymphflüssigkeit und Schwellung des subkutanen Gewebes infolge Obstruktion, Zerstörung der Hypoplasie der Lymphgefäße und ekzessiven Lymphstaus


Primäres Lymphödem:

  • kann von Geburt an bestehen (kongenitales Lymphödem) oder während der Pubertät auftreten (Lymphoedema praecox), weniger häufig auch im späteren Lebensalter (Lymphoedema tarda)
  • tritt bei Männern weniger häufig auf
  • Bei der Untersuchung findet man ein diffuses Ödem, das auf dem Fußrücken (oder Handrücken) eine typische Anschwellung verursacht. Es ist nur partiell eindrückbar. In der Regel finden sich keine Hautveränderungen und keine Anzeichen einer venösen Insuffizienz.
  • Beschwerden: Anschwellen des Fußes, des Beines oder der gesamten Extremität. Für gewöhnlich isind die Beschwerden einseitig und verstärken sich bei warmem Wetter, prämenstruell und nach langem Stehen. Meistens bestehen keine Beschwerden.


Sekundäres Lymphödem:

  • ist oft die Folge einer Infektion, welche im Bereich des Fußes am häufigsten durch Hautmykosen verursacht wird
  • Die Erkrankung beginnt explosiv mit Schüttelfrost, hohem Fieber und Vergiftungserscheinungen mit gerötetem, überhitztem, geschwollenem Bein.
  • In der Haut können lymphangitische Streifen sichtbar werden.
  • Die Lymphknoten in der Leiste sind in der Regel vergrößert und schmerzhaft.
  • Diese Kennzeichen unterscheiden den Zustand von einer akuten Thrombophlebitis.
  • Das sekundäre Lymphödem bei älteren Personen kann auch durch eine Malignomerkrankung im Bereich des Beckens oder der Leiste begründet sein.
  • Eine weitere Ursache stellt die Obliteration der lymphatischen Gewebe durch chirurgische Gewebeentfernung oder Strahlentherapie dar. 


Behandlung:

  • Wenn das Lymphödem aufgrund einer Infektion entsteht, erfolgt das Ansprechen auf gegen Streptokokken gerichtete Antibiotika oft rasch.
  • Behandlungsziel ist die Beseitigung der Schwellung durch Hochlagerung oder pneumatische Kompression.
  • Im Anschluss daran sollte der Patient beim Laufen eine festsitzende elastische Stütze (Strumpf oder Strumpfhose) tragen.
  • Gelegentlich sind Diuretika von Nutzen.

Lipödem

Lipödem
Lipödem

Kennzeichen:

  • Das Lipödem ist ein Syndrom mit dicken, empfindlichen Beinen, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind.
  • Die Patienten klagen über schmerzhafte Gewebsschwellungen im Bereich der Oberschenkel- und/oder Unterschenkel.
  • Bei der Untersuchung findet man ausgeprägte Fettpolster mit weicher Konsistenz an Hüften, Oberschenkeln und/oder Unterschenkeln. Wenngleich der Fuß davon ausgenommen ist, hängt oft Fettgewebe über die Knöchel herunter.
  • Die Gewebeschmerzhaftigkeit ist generalisiert und nicht an den Verlauf der Venen gebunden.
  • Sekundär kommt es duch Scherbewegungen der Fettschichten zur Zerstörung von Lymphbahnen und somit zu lymphatischen Stauungen.
  • Das Fett ist von der Struktur her Organfett und daher durch eine Diät kaum abbaubar. Bei einer Gewichtsreduktion wird dieses Fettgewebe zuletzt abgebaut und bei einer erneuten Gewichtszunahme wird hier das Fett zuerst wieder eingelagert. Daher sollte auf "Diätkuren" mit ihrem möglichen Jojo-Effekt verzichtet werden. Eine Fettabsaugung führt zur Zerstörung der Lymphbahnen und ist daher ebenfalls nicht indiziert.



Behandlung:

  • Therapeutisch ist eine Ernährungsumstellung zur langfristigen Gewichtsreduktion sinnvoll.
  • Zudem ist eine konsequente Komporessionstherapie zur Vermeidung des sekundären Lymphödems erforderlich.