Anwendung und Wirkung von Kompressionsstrümpfen bei Krampfadern

Kompressionsstrümpfen bei Krampfadern
Kompressionsstrümpfen bei Krampfadern

Entstehung von Krampfadern

Die Venenwand ist elastisch und dadurch dehnbar. Sobald sich die Venen mit Blut füllen, steigt der Druck und die Venenwände dehnen sich aus. Bei Entlastung federn sie wieder in die Ausgangslage zurück. Eine Überdehnung findet dann statt, wenn das Blut in den Venen steht und nicht abgepumpt wird.

Die Ursachen können verschiedenartig sein:

  • Neigung zu Krampfadern
  • häufiges Stehen und Sitzen
  • erhöhtes Körpergewicht
  • Schwangerschaft
  • Alterung der Venenwände

Diese Faktoren beanspruchen die Venen und können dazu führen, dass die ursprüngliche Spannung und Rückstellkraft der Venenwand zurückgehen. Die Elastizität geht verloren, und die Vene wird zur Krampfader.

Beim Stehen und Sitzen tritt Wasser durch die Gefäßwand der Krampfadern in das Gewebe, was sich am Ende eines Tages in einem Schwere- und Müdigkeitsgefühl sowie in einem Anschwellen der Fußfesseln äußert. Länger andauernde und nicht beachtete Schwellungen können zu Folgeschäden wie braunen Flecken in der Haut (Pigmentierung), Juckreiz (Exzem), Venenentzündung, Blutgerinnsel (Thrombose), und dem gefürchteten Beingeschwür (Ulcus cruris) führen.

Gegen die anfänglichen Schwellungszustände wird der medizinische Kompressionsstrumpf hauptsächlich eingesetzt. Er verhindert Schwellungen, indem er einen ständigen Druck auf das erkrankte Bein ausübt und so den Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen fördert.


Wirkungsweise und Anwendung von Kompressionsstrümpfen

Die zurückgegangene elastische Rückstellkraft der Venenwand kann durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen weitgehend ausgeglichen werden. Komplikationen werden auf diese Weise zuverlässig verhindert. Diese Wirkung ist jedoch nur dann gegeben, wenn der Kompressionsstrumpf von früh bis abends getragen, sorgfältig behandelt und in regelmäßigen Abständen erneuert wird.

Am wirkungsvollsten sind medizinische Kompressionsstrümpfe, wenn das Tragen besonders unangenehm ist, sprich bei hohen Temperaturen. Dann nämlich ist die Schwellungsneigung mit den einhergehenden Komplikationen erfahrungsgemäß am größten. Ein Weglassen der Kompressionsstrümpfe ist nur dann ungefährlich, wenn ein Anschwellen der Beine durch andere Maßnahmen verhindert oder reduziert wird. Dazu zählen Krampfaderverödung oder eine Krampfaderoperation sowie lange und kühle Beinbäder, z. B. an der See.

Neben der Hitze müssen die verordneten Strümpfe bei allen anderen Formen der Schwellungsneigung schon aus vorbeugenden Gründen ständig getragen werden.


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