Hintergründe und Tipps zur Erkennung und Therapie von Arteriosklerose
Was ist Arteriosklerose?
Arteriosklerose ist eine Verkalkung der Arterien. Im
Anfangsstadium bilden sich Ablagerungen an den
Innenwänden der Arterien, die das Gefäßvolumen
verringern und den Blutfluss behindern. Im Endstadium
kommt es zu einem vollständigen Verschluss der betroffenen
Schlagadern. Zu den typischen Folgen und
Erkrankungen der Gefäßverkalkung zählen Herzinfarkt,
Schlaganfall und die Schaufensterkrankheit (Raucherbein).
Wodurch entsteht Arteriosklerose?
Die Entstehung von Ablagerungen an den Gefäßwänden
wird durch zahlreiche Risikofaktoren, wie z. B.
Nikotin, hohe Blutfettwerte und die Zuckerkrankheit
begünstigt. Gleichfalls begünstigend wirken aber auch
Stress, falsche Ernährung, zu hoher Salzverzehr und
zu wenig Bewegung.
Wie äußert sich Arteriosklerose?
In der Regel macht sich Arterienverkalkung nicht in
frühen Stadien bemerkbar, sondern erst, wenn durch
Sie Beschwerden auftreten, wie z. B.:
- vorübergehende Sehstörungen (Flimmern, Schatten) auf einem Auge
- Wadenkrämpfe beim Gehen, Laufen oder Treppensteigen
- Herzstiche oder Beklemmungen in der Brust bei Anstrengung
Alle diese Beschwerden können auch andere Ursachen
haben. Genaueren Aufschluss darüber kann Ihnen jedoch
Ihr Arzt nach einer ausführlichen Untersuchung geben.
Was können Patienten von sich aus tun?
Die Gefahr von Veränderungen an den Arterien kann durch
verschiedene Maßnahmen gesenkt werden, die dazu
beitragen, Risikofaktoren zu vermeiden und auszuschalten:
- Aufhören zu rauchen oder gar nicht erst anfangen.
- Körpergewicht reduzieren oder das Normalgewicht halten.
- Sich gesund und kochsalzarm ernähren.
- Genügend regelmäßige körperliche Bewegung durch beispielsweise Ausdauersport.
- Blutfettwerte und Blutdruck durch den Arzt kontrollieren und sich, falls nötig, behandeln lassen.
Was kann Ihr Arzt unternehmen?
Mittels modernster Ultraschallgeräten können wir kleinste
Veränderungen an den Schlagadern feststellen, lange bevor
Beschwerden eintreten. Anschließend sollten diese beobachtet
werden. Darüber hinaus ermitteln wir Ihre Risikofaktoren,
die die Entstehung von Durchblutungsstörungen fördern und
können daraus Vorsorgemaßnahmen ableiten. Dazu zählen
die Behandlung des Blutdrucks, der Zuckerkrankheit oder
Gicht und die optimale Einstellung der Blutfettwerte und evtl.
des Blutzuckers. Sinnvoll ist außerdem eine Veränderung der
Lebensweise hin zu weniger Stress, regelmäßigem Sport
und ausgewogener Ernährung.
Wie lässt sich Stress vermeiden?
Ein Übermaß an Stress im Alltag, z. B. durch zu viele
Termine, lässt sich reduzieren, indem Sie Erfolgserlebnisse
genießen, sich nicht entmutigen lassen und Sorgen nicht in
sich hineinfressen. Gönnen Sie sich außerdem genügend
Erholung und schaffen Sie sich einen Ausgleich zur Hektik
des Berufs- und Familienlebens.
Was hilft gegen die Nikotinsucht?
Jedem sollte klar sein: Rauchen ist eine Sucht. Aber zum
Aufhören ist es nie zu spät. Idealerweise fängt man erst
gar nicht an, denn der Ausstieg ist oft schwer. Als bedingt
nützliche Hilfsmittel dienen Nikotinpflaster, -kaugummis,
Akupunktur und Raucherentwöhnungskurse. Entscheidend
ist, nicht aufzugeben, wenn es nicht klappen sollte.
Versuchen Sie einfach immer wieder aufzuhören, denn
jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Gewinn.
Gesund ernähren und bewegen – aber wie?
Unsere Nahrung enthält mit im Schnitt 15-20 Gramm
Kochsalz fast doppelt so viel Salz wie der Körper täglich
benötigt. Wir essen aber nicht nur zu salzig, sondern
auch zu viel, zu fett und zu ballaststoffarm. Das Umsteigen
auf moderne und abwechslungsreiche Vollwertkost hilft
Ihnen, das Normalgewicht zu halten oder anzustreben.
Hunger- oder Fastenkuren sowie ungezielte Diäten sind
dabei nicht zu empfehlen. Zusätzlich sollten Sie den
Körper durch Bewegung oder regelmäßigen Ausdauerund
Bewegungssport ins Schwitzen bringen, was die
Optimierung des Körpergewichts unterstützt.

