Akupunktur
Die Akupunktur ist ein Therapieverfahren, das sich
sehr gut zur Therapie chronischer und funktioneller
Störungen, wie z. B. Schmerzen oder vegetative
Erkrankungen, eignet. Indem genau festgelegte
Punkte der Haut gezielt gereizt werden, können
Störungen im gesamten Organismus verringert und
in vielen Fällen sogar beseitigt werden.
Die Akupunktur steht in Wechselwirkung mit dem
menschlichen Gehirn als Steuerzentrale. Alle
durch die Akupunktur ausgelösten Reize gelangen
über das Zwischenhirn zu den angesprochenen
Körperteilen.
Auch wenn Akupunktur vor allem bei gestörter
Organfunktion heilend wirken kann, können bei
Strukturen, die wie bei einem Knochenbruch nahezu
zerstört sind, höchstens die Schmerzen gelindert oder
aber die Durchblutung in dem betreffenden Bereich
gesteigert werden. Akupunktur steht demnach nicht
allein, sondern in Ergänzung zur Schulmedizin.
Behandlungsverlauf
Wesentlicher Vorgang bei der Akupunktur ist das
Einstechen von Nadeln in einige der etwa 400 Akupunkturpunkte.
Diese stehen mit einzelnen Organen
und Organbereichen des Körpers in Beziehung. Zur
Akupunktur werden sehr feine Nadeln verwendet,
die den Fluss des „Qi“, eine körpereigene Energie,
beeinflussen und die verbundenen Organe zur
Selbstheilung anregen.
Als Sofortwirkung stellt sich oft eine schnelle Entspannung
ein. Einige Patienten nehmen nach der
Behandlung eine sofortige Linderung ihrer Beschwerden
wahr, andere spüren die Reaktion erst später.
Indikation
- bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Arthrosen, Arthritis, Lumbago, Schulterarm-syndrom, Tennis- und Golferellenbogen, Carpaltunnelsyndrom, Bänderschmerz am Sprunggelenk, Fibro-myalgie)
- bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Kopfschmerz, Migräne, Trigeminusneuralgie, Polyneuropathie, vegetative Dysfunktion)
- bei Erschöpfungszuständen, Schwindel, Tinnitus und postoperativem oder posttraumatischem Schmerz
Dauer
Je nach Indikation sind bis zu 15 Sitzungen
1 bis 2 Mal wöchentlich à 30 Minuten ratsam.
Hinweis: Bei einigen Indikationen werden die Kosten
von den Krankenkassen übernommen.

